Deutsche in Thailand überschätzen ihren Krankenversicherungsschutz

Vor einer plötzlichen Erkrankung oder einem Verkehrsunfall ist niemand gefeit. Spätestens dann zeigt sich, wie gut der Versicherungsschutz tatsächlich ist. Wer sich dauerhaft in Thailand aufhält oder Langzeiturlauber ist, sollte auf die richtige Vorsorge achten.

Kurz vor Ende seines mehrmonatigen Urlaubs, den er jedes Jahr auf Phuket verbringt, wird Heinrich Meyer, 73, mit seiner Gattin Opfer eines Verkehrsunfalls. Als sie mit ihrem Roller einem Lastwagen ausweichen, stürzen sie schwer. Umgehend werden ihre schmerzhaften Schürfwunden versorgt. Aufgrund der zahlreichen Verletzungen muss das Paar in den nächsten drei Wochen täglich das Krankenhaus zur Behandlung aufsuchen.

Damit nicht genug: Neben der gesundheitlichen Beeinträchtigung muss das Paar auch großen Ärger verkraften. Obwohl die deutsche Auslandskrankenversicherung gegenüber den behandelnden Ärzten telefonisch Kostenübernahme signalisiert, besteht die Klinik darauf, dass die beiden Patienten die Kosten in bar entrichten. Dabei musste Meyer ohnehin tief in die Tasche greifen: Für ältere Menschen gibt es kaum Auslandskrankenversicherungsangebote. Was bleibt, ist teuer: Rund 600 Euro kostet Meyer der Versicherungsschutz.

Anlässe, sich sofort an einen Arzt zu wenden, gibt es für Langzeitreisende oder Auswanderer in Thailand zuhauf. Auch Raimund Greven, 62, überwintert Jahr für Jahr in Phuket. Mit akuten Zahnschmerzen wendet er sich ans Bangkok Hospital. Dort werden schwerwiegende Probleme diagnostiziert, die eine intensive Behandlung nach sich ziehen. Wie in Deutschland legt man ihm einen Kostenplan vor und einigt sich darauf, entstandene Kosten jeweils nach zwei Behandlungsterminen bar zu begleichen. Insgesamt 125.000 Baht, rund 3.000 Euro, muss Greven bezahlen. Von seiner gesetzlichen Krankenversicherung wird er aber keinen Cent zurückerhalten.

Wie die Beispiele zeigen, sind Deutsche gut beraten, sich umfassend über ihren Krankenversicherungsschutz in Thailand zu informieren. „Viele vernachlässigen das und bleiben später auf ihren Kosten sitzen“, sagt Claudia Schwenninger, Key Account Manager der APRIL Deutschland AG in München. Wie verschieden Krankenversicherungsschutz in Thailand sein kann, zeigen die zitierten Beispiele. Zwar muss der ehemalige leitende Angestellte Meyer rund 8.000 Euro für die Behandlungen vorstrecken. Dafür garantiert ihm die exakt auf die Dauer seines Aufenthalts zugeschnittene Auslandskrankenversicherung volle Erstattung.

Bei KFZ-Mechaniker Greven liegt der Fall anders. Ihm wäre nie in den Sinn gekommen, dass seine deutsche gesetzliche Krankenversicherung in Thailand nicht für Kosten aufkommt. Doch selbst wenn er vor seiner Reise eigens eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hätte, wären in der Regel lediglich Kosten für eine schmerzstillende Notfallbehandlung abgedeckt gewesen, grundsätzliche Sanierungsleistungen hingegen nicht. „Das Leistungsangebot fällt sehr unterschiedlich aus“, sagt Schwenninger. „Je preiswerter die Police, lautet eine Daumenregel, desto weniger leistet auch der Versicherer im konkreten Fall.“

Bei der Wahl der Krankenversicherung sollte man also nicht nur auf den Preis schauen, sondern vor allem in Erfahrung bringen, was konkret an Kosten abgedeckt und was von der Versicherung ausgeschlossen wird. „Je älter die Personen sind, umso mehr rücken Vorerkrankungen ins Blickfeld“, gibt Schwenninger zu bedenken. Sei jemand etwa an Diabetes erkrankt, könne jeglicher Versicherungsschutz zumindest in diesem Punkt ausgeschlossen sein.

Vor allem Langzeitreisende und Auswanderer sind gut beraten, ihren Versicherungsschutz auf strittige Punkte zu überprüfen. Herkömmliche Reiseversicherungen etwa eignen sich kaum: Sie sind auf die Dauer eines Pauschalurlaubs begrenzt und gelten in der Regel maximal 42 Tage. Das ist für viele Menschen, die zum Beispiel in Südostasien überwintern oder ihren Lebensmittelpunkt gleich ganz dorthin verlagern, eindeutig nicht ausreichend. Spezielle Langzeit-Auslandskrankenversicherungen sind hier die bessere Alternative.

So empfiehlt Schwenninger Kunden, die in Thailand leben möchten, meist den Schutz Ambassade. Bei Ambassade können Sie im Bausteinprinzip auswählen, ob Sie nur Krankenhausaufenthalt oder Krankenhausaufenthalt mit ambulanten Behandlungen oder zusätzlich noch Zahnersatz/Sehhilfen absichern möchte. Darüber hinaus kann zwischen drei Tarifstufen mit unterschiedlichen Deckungshöhen gewählt werden. Besonderer Vorteil ist das maximale Eintrittsalter, das im Vergleich zu anderen Produkten sehr hoch ist. So ist der Abschluss bis zu einem Alter von 70 Jahren möglich, auch dann ist lebenslange Geltungsdauer gegeben. Dadurch eignet sich diese Versicherung auch hervorragend für Rentner, die Ihren Lebensabend in Thailand verbringen. Neben dem umfassenden Leistungsangebot und einem über mehrere Monate bis hin zu unbefristet abschließbarem Versicherungsschutz bietet APRIL International Expat eine unmittelbare Präsenz „vor Ort“. Es unterhält in Bangkok ein mehrsprachiges Servicezentrum, das rund um die Uhr im Notfall oder etwa bei Fragen zur Kostenübernahme für einen Klinikaufenthalt angerufen werden kann.

Ein weiteres Highlight: Abschließen kann man den Versicherungsschutz von APRIL International Expat auch noch in Thailand.

 

Datum der Veröffentlichung: Mittwoch, 25 Februar, 2015