Unzureichend krankenversichert in Thailand - Auch Deutsche betroffen

Ambulanz am Strand

Günther Beier, Langzeiturlauber auf der thailändischen Insel Phuket, hat Glück im Unglück. Auf dem Weg vom Strand zu seinem Apartment wird er mit seinem Scooter von einem LKW aus der Spur gedrängt und stürzt unsanft zu Boden. Schnell ist der Notarzt zur Stelle und begleitet das Unfallopfer ins Vachira Public Hospital, wo man die Prellungen und Schürfwunden fachmännisch versorgt. Auf den Kosten bleibt Günther Beier jedoch sitzen – die deutsche gesetzliche Krankenversicherung des Patienten haftet für solche Unfälle nicht, und Beier sieht sich gezwungen, die Rechnung aus eigener Tasche zu bezahlen. Da er nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, muss er sich das Geld bei Freunden leihen und mühsam zurückzahlen.

Das Beispiel ist keine Ausnahme in dem südostasiatischen Land: Thailand weist die weltweit mit Abstand höchste Rate an Motorradunfällen auf. Und die Kosten aus nicht bezahlten Klinik- und Arztrechnungen, die von unzureichend versicherten Touristen verursacht werden, die nur kurzfristig im Land bleiben, belaufen sich inzwischen auf umgerechnet 200 Millionen Euro jährlich. Allein im Vachira Public Hospital summieren sich die ungedeckten Rechnungen laut Angaben der Direktion pro Jahr auf knapp 100.000 Euro. Hierin enthalten sind nicht nur die Behandlungskosten für Verletzte. Der Gesetzgeber verpflichtet Krankenhäuser auch, die Einäscherung von Verstorbenen zu bezahlen, sofern sich keine Angehörigen melden. Viele Krankenhäuser sind aus diesem Grund längst dazu übergegangen, vor Behandlungsbeginn eine Kreditkarte oder Kostenübernahme direkt vom Patienten oder dessen Angehörigen einzufordern.

Grund genug für das thailändische Gesundheitsministerium, im August 2013 die Reißleine zu ziehen: Künftig sollen ausländische Touristen verpflichtet werden, eine Krankenversicherung abzuschließen. Weil dieses Vorhaben aber kaum realisierbar ist, wird der Staat stattdessen jedem Touristen bei Einreise rund zwölf Euro abknöpfen, um so die Löcher im Gesundheitssystem zu stopfen. Bei 28 Millionen Besuchern, wie für 2013 insgesamt erwartet, würde die neue Gebühr rund 320 Millionen Euro in die Kassen des Staates schwemmen.

Freilich konnten die Pläne noch nicht realisiert werden, weil die sich zuspitzende politische Lage in Thailand andere Prioritäten setzt. Das Problem indes bleibt auf der Tagesordnung, weil auch viele deutsche Staatsangehörige betroffen sind. „Viele Reisende gehen von falschen Annahmen aus“, sagt Claudia Schwenninger, Expertin für Auslandskrankenversicherungen bei der APRIL Deutschland AG in Haar bei München. „Meist sind es Touristen, die  nicht im Besitz einer ausreichenden Versicherung sind, die bei Erkrankungen oder Notfällen für Kosten aufkommt. Aber auch Berufstätige oder Studenten, die in Thailand eine Hochschule besuchen, können nicht hinreichend versichert sein.“

Gerade junge Leute machen sich kaum Gedanken über ihre Gesundheit. Ob sie im Ausland richtig versichert sind, ist für viele ohne Belang. Sorglos verhielt sich auch Marius Welter nach Abschluss des Auslandssemesters an der Chulalongkorn Universität in Bangkok: Statt wie geplant nach Deutschland zurückzureisen, entscheidet er sich gemeinsam mit einigen thailändischen Kommilitonen zu einem Abstecher in den Norden Thailands, um dort gemeinsam eine Trekkingtour in den Bergen von Mae Hong Son zu machen. Am Ende ihrer intensiven viertägigen Wanderung rutscht Marius auf einer Wurzel aus und bricht sich den Knöchel, so dass er nicht weiterlaufen kann. Aufgrund der Unzugänglichkeit des Geländes muss er mit dem Helikopter in die nächste Klinik geflogen werden. Weil die eigens fürs Auslandssemester abgeschlossene Krankenversicherung inzwischen abgelaufen war, müssen Marius‘ Eltern für die Kosten aufkommen.

Soweit muss es nicht kommen. Es gibt passende Angebote, die sich an Schüler und Studenten richten, die für eine bestimmte Zeit im Ausland leben und sich noch vor Ort verlängern lassen, falls die Rückreise verschoben wird, zum Beispiel „Crystal Studies“ von APRIL International Expat. Der Basistarif kostet monatlich knapp 30 Euro. Inbegriffen sind Heilbehandlungen und Krankenhauskosten sowie eine rund um die Uhr verfügbare Notfallhotline (Assistance).

Meist müssen Verträge schon in Deutschland abgeschlossen werden, die Lösungen von APRIL International Expat hingegen kann man auch im Ausland erwerben. „Wer in Thailand nicht hinreichend versichert ist“, sagt Schwenninger, „hat also einen großen Vorteil, vor Ort für klare Verhältnisse zu sorgen.“

Die Auslandskrankenversicherungen von APRIL International Expat  sind auf die unterschiedlichsten Anforderungen im Ausland lebender Personen zugeschnitten. Sie sichern alle Arten von Auslandsaufenthalten ab und bieten passenden Schutz für Expats, Studenten, Langzeitreisende.

 

Datum der Veröffentlichung: Mittwoch, 25 Februar, 2015