Andere Länder - andere Gesundheitssysteme. Was Sie wissen sollten.

Auf die Frage nach ihrem Gesundheitsschutz im Ausland reagieren Deutsche oft mit Unverständnis, sind sie doch an eine sehr gutes System gewöhnt, das Ihnen umfassende Gesundheitsversorgung bietet.

Allerdings unterscheiden sich die Gesundheitssysteme und -praktiken fern der Heimat oft stark vom Gewohnten.

Andere Gesundheitssysteme im Ausland

Man muss nicht ans "Ende der Welt" reisen, um festzustellen, dass sich die dortigen Gesundheitssysteme und -strukturen erheblich von denen in Deutschland unterscheiden.

In Großbritannien z. B. läuft innerhalb des staatlichen Gesundheitssystems (National Health Service) nichts ohne den Hausarzt (General Practitioner) im Wohnviertel. Bei einer Erkrankung muss man diesen Arzt aufsuchen, auch wenn die Vorstellung bei einem Facharzt notwendig wäre. In diesem Fall wendet sich der Hausarzt an den Facharzt des geografischen Einzugsbereichs des Patienten, um einen Termin zu vereinbaren.

Dieses System gewährleistet keine freie Arztwahl, und die Wartezeiten sind sehr lang, vor allem bei gesundheitlichen Problemen, die nicht lebensbedrohlich sind. Aus diesem Grund wird oftmals auf teure Privatärzte zurückgegriffen, was zu hohen Erstattungsforderungen führt.
 

Sprachbarriere und Entfernung

Da Gesundheit etwas sehr Persönliches ist, kann die Sprachbarriere die Beziehungen mit dem medizinischen Personal zusätzlich verkomplizieren. Es ist nicht immer einfach, einem Arzt seine Symptome zu beschreiben, vor allem in einer Fremdsprache. Da der medizinische Wortschatz sehr spezifisch ist, können das richtige Verständnis der Erkrankung, ihre Behandlung und Empfehlungen sehr mühsam sein.

Darüber hinaus kann bei einem erheblichen gesundheitlichen Problem die Familie fehlen. Der Besuch durch einen Angehörigen bei einem längeren Krankenhausaufenthalt kann deswegen für den Patienten ermutigend wirken und ihm helfen, mit der Situation besser zurechtzukommen.
Desweiteren kann jeder auch im Ausland schwierigen Situationen ausgesetzt werden (Tod eines Angehörigen, Paarprobleme, Stress auf der Arbeit...). Weit von der Heimat, können derartige Umstände rasch ungeahnte Dimensionen annehmen. Psychologische Unterstützung ist oft wohltuend, um schnell aufgestaute Spannungen abzubauen und wieder ausgeglichen zu werden.
 

Problematische Gesundheitssysteme

In einigen Regionen der Welt ist der Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsstrukturen nach wie vor problematisch. Bei einem Unfall in Äquatorialguinea z. B. sollte man besser in das benachbarte Kamerun gehen, um unter akzeptablen Hygienebedingungen eine wie auch immer geartete Behandlung durch einen Spezialisten zu erfahren.
 

Sehr hohe Heilbehandlungskosten

In anderen Ländern sind die Heilbehandlungskosten mit denen in Deutschland nicht vergleichbar. So kann ein Krankenhaustag auf der Intensivstation in Nordamerika, Asien oder Südafrika bis zu 7.500 € kosten.
Deswegen ist es sehr empfehlenswert, sich durch eine Krankenversicherung zu schützen, die bei einem Krankenhausaufenthalt die Kosten direkt übernimmt.
 
Aus all diesen Gründen ziehen es einige Expats vor, nach Deutschland in eine vertrautere Umgebung zurückzukehren, wenn es sich um eine geplante Operation oder eine Mutterschaft handelt.
Damit Expats ihre Gesundheit auch im Ausland so gut wie möglich "managen" können, empfehlen Sozialversicherungsspezialisten im Allgemeinen Verträge, die gemäß deutscher "Logik" funktionieren und durch eine komfortable Übernahme der Heilbehandlungskosten gekennzeichnet sind. Heilbehandlungskosten werden damit sowohl im Gastland als auch in Deutschland übernommen.
Hier können Sie sich über unsere Krankenversicherungslösungen für Expats informieren und diese online abschließen.
 

Wie kann ich mich über die Gesundheitsbedingungen in meinem Gastland informieren?

Die Länderinformationen des Auswärtigen Amtes beschreiben die aktuelle gesundheitliche Situation in Ihrem Reiseland und die empfohlenen Impfungen und Präventionsmaßnahmen. Dort finden Sie auch Tipps, welche Medikamente in die Reiseapotheke gehören. Das Robert Koch Institut gibt auf seiner Webseite ebenfalls nützliche Informationen über Impfungen und Infektionsschutz.

 

Datum der Veröffentlichung: Freitag, 11 Mai, 2012

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