Austauschprogrammen zwischen den Universitäten

Die meisten Studenten studieren an höheren Bildungseinrichtungen, wie – öffentlichen oder privaten - Universitäten und Hochschulen oder an Fachhochschulen. Diese Bildungseinrichtungen bieten im Allgemeinen an, innerhalb von Austauschprogrammen zwischen den Universitäten einen Teil des Programms im Ausland zu absolvieren.

Ins Ausland gehen? Ja, aber besser nicht auf eigene Faust!

Viele Studenten haben Lust, andere Kulturen kennenzulernen, aber dies auf eigene Faust und Kosten zu tun, kann sich manchmal als schwierig erweisen. Wissen, welche Vorbereitungen zu treffen sind, alle Formalitäten im Zusammenhang mit der Einschreibung an einer ausländischen Universität erfüllen, eine Wohnung finden, eine internationale Krankenversicherung abschließen, sich vergewissern, dass der dort vorbereitete Abschluss europaweit anerkannt wird – alle diese Schritte können schnell entmutigen.

Aus diesem Grund haben die Universitäten, um die Mobilität ihrer Studenten zu fördern, untereinander bilaterale Abkommen geschlossen. Anhand dieser Abkommen treten zwei Universitäten, Hochschulen oder Institute unterschiedlicher Nationalitäten miteinander in Beziehung, so dass ihre jeweiligen Studenten innerhalb eines bereits von ihren Bildungseinrichtungen vorbereiteten Rahmens ins Ausland gehen können.

Diese Möglichkeit bietet Ihnen viele Vorteile:

  • kürzere Behördengänge,
  • niedrigere Immatrikulationskosten,
  • Gleichwertigkeit der Abschlüsse (aufgrund des ECTS-Leistungspunktsystems),
  • leichterer Zugang zu einem Stipendium.
     

Wie funktioniert das?

Durch einen bilateralen Partnerschaftsvertrag treten zwei Bildungseinrichtungen in enge Beziehungen miteinander:

  • Sie bezahlen im Ausland keine Immatrikulationsgebühr: Da Sie bereits an Ihrer heimatlichen Bildungseinrichtung immatrikuliert sind und dort die üblichen Studiengebühren und Sozialversicherungsbeiträge gezahlt haben, müssen Sie an der ausländischen Partneruniversität, an der Sie weiterstudieren, nicht noch einmal bezahlen.
  • Die Übermittlung der an der ausländischen Universität erteilten Noten erfolgt automatisch, wie auch der Erwerb eventueller Abschlüsse oder Tests (beispielsweise TOEIC, TOEFL, DELE...).

Darüber hinaus sind auch Aspekte des praktischen Lebens vorteilhaft geregelt:

  • Die ausländische Partnereinrichtung kann eine Unterbringung stellen. So verfügen die Universitäten oft über Internate, und Sie können alle universitären Einrichtungen nutzen, wie beispielsweise die Wäscherei, die Mensa, die Sporträume, sportliche und kulturelle Aktivitäten...
  • An manchen Universitäten und Hochschulen gibt es Vereine, die den ausländischen Studenten bei ihrer Integration in die neue Bildungseinrichtungen und den Alltag im Allgemeinen helfen. So werden Besichtigungen, Besuche, Begrüßungsveranstaltungen, Abende usw. organisiert. Es wird alles getan, damit Sie von Ihrem Auslandsstudium voll profitieren können.

Wie bewirbt man sich?

Wenden Sie sich an die internationale Abteilung Ihrer Hochschule, um zu erfahren, welche Universitäten bilaterale Vereinbarungen mit Partneruniversitäten geschlossen haben. Damit wissen Sie, wer die Partneruniversitäten Ihrer Hochschule sind und können diejenige auswählen, die Ihnen am besten gefällt. Danach müssen Sie einige Unterlagen beibringen:

  • einen Antrag,
  • einen Lebenslauf,
  • welches Studienprogramm Sie dort absolvieren möchten,
  • Ihren Notenspiegel.
     
Ihre Unterlagen werden dann von Ihrer Bildungseinrichtung geprüft und, wenn Ihre Bewerbung berücksichtigt wird, an das Institut oder die Fakultät weitergeleitet, bei der Sie sich bewerben. Den Bescheid, dass Sie an dem Austausch teilnehmen können, bekommen Sie zumeist von der ausländischen Einrichtung. Sie erhalten ein offizielles Genehmigungsschreiben, ein Dokument, das Ihr Studienprogramm bestätigt sowie eine Dokumentation, die Sie bei der Vorbereitung Ihrer Abreise und Ihren ersten Schritten der Eingewöhnung an der neuen Universität unterstützt.
Bewerber, deren Bewerbung angenommen wurde, können finanzielle Hilfen beantragen.
Datum der Veröffentlichung: Freitag, 11 Mai, 2012

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