Das Erasmus-Programm

L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr, sagt Ihnen das etwas? Erasmus ist mit Sicherheit das bekannteste europäische Austauschprogramm, vor allem aufgrund dieses Films. Seit seiner Gründung im Jahr 1987 waren mehr als 2 Millionen Studenten im Rahmen von Erasmus im Ausland. Jedes Jahr gehen 120.000 Studenten in ein Land der Europäischen Union, um dort einen Teil ihres Studiums zu absolvieren.

Erasmus: Hochschulbildung auf europäischer Ebene

Ziele
Das Ziel dieses Programms besteht darin, die Zusammenarbeit zwischen den Studenten und den höheren Bildungseinrichtungen in Europa zu fördern. Diese Zusammenarbeit erfolgt durch einen Studentenaustausch zwischen den Universitäten.

Für wen?
Für alle Studenten, die ihr erstes Studienjahr an einer Universität abgeschlossen haben und Bürger eines der folgenden Länder sind: EU-Länder, EFTA-Länder, Bulgarien, Rumänien und Türkei. Damit Sie an diesem Programm teilnehmen können, muss Ihre Bildungseinrichtung Mitglied bei Erasmus sein. Theoretisch steht das Erasmus-Programm ab dem 2. Studienjahr (im Rahmen des Bachelor-Master-Promotion-Programms) offen. In der Praxis nehmen die meisten Studenten jedoch erst daran teil, nachdem sie ihren Bachelor gemacht haben.

Für wie lange?
Das Erasmus-Austauschprogramm kann 3 Monate bis 1 Jahr dauern. Die Regeldauer beträgt ein Semester. 

Wie?
Wir empfehlen Ihnen, die Formalitäten ein Jahr im Voraus zu starten.
Da Ihre Universität/Schule direkter Partner der Gasteinrichtung ist, müssen Sie alle für Ihren Auslandsaufenthalt notwendigen Schritte bei ihr vornehmen.

Nehmen Sie also Kontakt mit der Abteilung Internationale Beziehungen auf.
Diese informiert sie darüber, welche Bildungseinrichtungen in den verschiedenen Gastländern zur Verfügung stehen. Wählen Sie die Einrichtung, die Ihnen am besten gefällt, und stellen Sie die Unterlagen, die Ihre Schule von Ihnen verlangt, sorgfältig zusammen. Anhand dieser Unterlagen wird nämlich Ihre Bewerbung vom Erasmus-Berater der zuständigen Abteilung der Universität beurteilt. Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, sollte Ihr Bewerbungsdossier "bombensicher" sein.

Stellen Sie dann eine Liste mit den Kursen zusammen, die Sie während Ihres Erasmus-Studiums besuchen wollen.
Das ausgewählte Programm muss Bestandteil des Programms sein, das Sie an Ihrer Heimatuniversität absolvieren. Somit kann Ihre Bildungseinrichtung Parallelen zwischen den Kursen, die Sie in Ihrem Gastland absolvieren, und dem Unterricht, an dem Sie zu Hause teilgenommen hätten, herstellen. Aufgrund der Äquivalenz, die durch das System der ECTS-Leistungspunkte gewährleistet ist, können Sie sich sicher sein, dass Ihr Auslandsstudium akademisch anerkannt wird. Damit werden die dort erworbenen Abschlüsse auch hier berücksichtigt.

Nachdem Ihre Bewerbung angenommen wurde und Sie Ihre Kurse ausgesucht haben, steht Ihrer Abreise ins Ausland nichts mehr im Wege!
Und keine Panik: Für einen guten Start reservieren die Gastuniversitäten die erste Unterrichtswoche für Ihre Integration. Sie können also sofort in die Erasmus-Atmosphäre eintauchen!
Die Prüfungen werden theoretisch genauso wie für die "lokalen" Studenten organisiert. Das ist aber nur in der Theorie so, denn in der Praxis werden Sie oft großzügiger behandelt, und die Benotung ist etwas weniger streng. 
 

Das Erasmus-Programm hat viele Vorteile:

Die Studienzeit zählt voll und ganz für das eigentliche Ausbildungsprogramm.
Durch die Äquivalenz, die durch die ECTS-Leistungspunkte gegeben ist, zählt Ihr Studienjahr so, als ob Sie den Universitätskursus in einem "normalen" Rahmen absolviert hätten.

  • Sie müssen an der Gastuniversität keine Immatrikulationsgebühr bezahlen.
  • Sie sind ein Erasmus-Student!

Als Erasmus-Student genießen Sie die besondere Aufmerksamkeit der Verwaltung und des Lehrkörpers. Es wird alles in Bewegung gesetzt, um Ihre Integration zu erleichtern: Sie haben einen leichteren Zugang zu den universitätseigenen Internaten, zu Stipendien, es werden Erasmus-Abende organisiert, damit Sie die anderen Erasmus-Studenten kennenlernen können...

In einigen Fällen sparen Sie bei den Immatrikulationsgebühren.
Sie werden immatrikuliert und müssen die Immatrikulationsgebühren Ihrer Heimatuniversität bezahlen. In einigen Fällen ist das ein großer Vorteil, da diese Gebühren in Ihrem Heimatland niedriger sind als in Ihrem Gastland.
 

Wenn Sie mehr darüber wissen möchten:

Webseite des Bildungsministeriums.
Webseite von Europe-Education-Formation.

 

Datum der Veröffentlichung: Freitag, 11 Mai, 2012

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