Das Programm Leonardo da Vinci

Das in der Öffentlichkeit weniger bekannte, aber deswegen nicht weniger effiziente Programm Leonardo da Vinci begleitet alle Akteure auf dem Gebiet der beruflichen Bildung.

Leonardo da Vinci: die berufliche Bildung

Ziele
Das Programm Leonardo da Vinci ist Teil der Kontinuität des EU-Programms für lebenslanges Lernen, dessen Ziel darin besteht, das Ansehen der EU als weltweites Exzellenzzentrum auf diesem Gebiet zu fördern. Es bezieht sich auf die berufliche Bildung und alle Akteure, die auf diesem Gebiet tätig sind.

Leonardo da Vinci wurde gegründet, um den Austausch zwischen den europäischen Schulungszentren zu erleichtern und um neue Schulungsinstrumente zu testen. So unterstützt das Programm Innovationen und die weitere Ausgestaltung der Systeme sowie der Lehr- und Schulungspraktiken.
Im Zentrum des Programms Leonardo da Vinci stehen die berufliche Bildung und die Mobilität im Rahmen von betrieblichen Berufspraktika im Ausland. Dank dieser Möglichkeit können Sie Ihre Kompetenzen und Ihr Wissen in dem Beruf ausbauen, in dem Sie sich weiterentwickeln wollen.

Dieses Programm betrifft vier Aspekte:

  • Projekte für individuelle Mobilität: Betriebspraktika, berufliche Bildung und Erfahrung, Austausch von Lehrpersonal...
  • Partnerschaftsprojekte: Austausch zwischen zwei Unternehmen für eine Dauer von mindestens zwei Jahren. Ziele sind die Verbesserung der Kompetenzen der Mitarbeiter und das lebenslange berufliche Lernen.
  • Multilaterale Projekte: Projekte, in deren Mittelpunkt Innovation, Entwicklung und Innovationstransfer innerhalb des europäischen Arbeitsmarkts stehen.
  • Netzwerke

 

Für wen?
Das Programm Leonardo da Vinci ist gedacht für:

  • Lernende, die sich in einer Berufs-, technischen und wissenschaftlichen Ausbildung befinden,
  • Berufsanfänger,
  • Arbeitslose,
  • alle Bürger der europäischen Union, der EFTA-Länder, Bulgariens, Rumäniens und der Türkei.

Die Besonderheit des Programms Leonardo da Vinci besteht darin, dass Sie sich nicht direkt dafür bewerben können, sondern nur die Initiatoren, die einen Vorschlag unterbreiten, indem sie ein spezielles Leonardo da Vinci-Bewerbungsformular ausfüllen, das sie auf der Webseite finden.
Wer sind diese Initiatoren? Es handelt sich um Bildungs- sowie Forschungseinrichtungen und -zentren, Unternehmen und KMU, Berufsorganisationen, die Sozialpartner, Gebietskörperschaften und -organe, gemeinnützige Vereinigungen, NGOs und Freiwilligenorganisationen. 

Auszubildende, die sich in einer Berufs-, technischen und wissenschaftlichen Ausbildung befinden:
Sie sind Sekundarschüler, Lehrling an einer Berufsschule oder absolvieren eine berufliche Erstausbildung? Dann ist Leonardo da Vinci das richtige Programm für Sie.
Dieses Programm hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen der Schule und der Arbeitswelt zu stärken. Somit können Sie im Rahmen Ihres Schulprogramms bis zum Abitur (Berufsabitur (BEP), berufliche Erstausbildung (CAP)) ein Auslandspraktikum absolvieren. Dieses Praktikum zählt als Ausbildung. 

Arbeitnehmer, Berufsanfänger und Arbeitsuchende:
Sie suchen eine Arbeit, sind Berufsanfänger oder haben bereits einen Arbeitsvertrag (keinen Lehrvertrag)? Dann können Sie am Programm Leonardo da Vinci teilnehmen.
Dieses steht Ihnen offen, sobald Sie für eine Weiterbildung gemeldet sind. Dann können Sie ein 2- bis 26-wöchiges Berufsbildungspraktikum absolvieren.
Erkundigen Sie sich bei der Auslandsvermittlung Ihrer Arbeitsagentur, wenn Sie sich für die Teilnahme an einem derartigen Projekt interessieren. 

Berufsschullehrer berufliche Bildung und Erziehung:
Um Ihre Kenntnisse über die Praxis der Berufsausbildung zu verbessern und auf den neuesten Stand zu bringen oder Ihr Know-how als Lehrkraft auszubauen, können Sie das Programm Leonardo da Vinci nutzen, um andere Schulungs- und Lehrtechniken kennenzulernen. Sie treffen 1 bis 6 Wochen lang andere Personen, die denselben Beruf wie Sie haben, aber andere Unterrichtspraktiken anwenden. Aus dem Austausch zwischen den Ausbildern entsteht ein gewisser Mehrwert sowohl für die am Programm teilnehmenden Länder als auch für die Unterrichtenden.
Die Initiative für diese Schulung liegt bei Ihrer beruflichen Bildungseinrichtung. 

Wenn Sie mehr darüber wissen möchten:

Webseite von Europe-Education-Formation

 

Datum der Veröffentlichung: Freitag, 11 Mai, 2012

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