Gesundheitsvorsorge fürs Ausland - worauf Sie achten müssen

Jeder dritte deutsche Reisende hat Gesundheitsprobleme - Gute Information ist die beste Vorsorge

Wenn man an die lange geplante Reise oder den Auslandsaufenthalt denkt, möchte man sich eigentlich keine Gedanken um mögliche Krankheiten machen, die einem die Vorfreude vermiesen.

Doch das sollte man, denn fernab der Heimat können Krankheiten besonders unerwartet auftreten und zu größeren Komplikationen führen als zuhause. Die Wahrscheinlichkeit, im Ausland krank zu werden, ist relativ hoch: eine Umfrage des Elvia Sicherheitsbarometers hat ergeben, dass ein Drittel aller Deutschen im Ausland krank wird. Schuld sind das für Westeuropäer oft anstrengende Klima, ungewohntes Essen und die für das Immunsystem fremden Keime. Im Allgemeinen konsultieren 10 % der Reisenden einen Arzt vor Ort oder nach ihrer Rückkehr, und einige benötigen einen Krankenrücktransport. Lesen Sie hier, wie Sie am besten vorsorgen, damit Sie Ihren Auslandsaufenthalt möglichst unbeschadet und gesund genießen können!

Welchen Risiken sind Reisende ausgesetzt?
Die Gesundheitsrisiken schwanken von einer Region zur nächsten, hängen von der Jahreszeit ab, aber auch von den Reisebedingungen. Die meisten Beeinträchtigungen sind jedoch harmlos und betreffen in erster Linie Durchfallerkrankungen. An zweiter Stelle stehen Hautprobleme (Sonnenbrand, Allergien, Insektenstiche, Infektionen), gefolgt von Problemen mit den Luftwegen, die mit Temperaturwechseln verbunden sind, z.B. beim Wechsel von klimatisierten Gebäuden in die Hitze draußen. Zehn Prozent der Befragten erleiden Knochenbrüche und Verstauchungen. Außer diesen harmlosen Problemen gibt es allerdings auch schwere Infektionskrankheiten, die teilweise wieder auf dem Vormarsch sind. So nimmt z.B. in Thailand das Dengue Fieber zu. Auch Malaria tritt je nach Region ganzjährig auf.

Welche Gesundheitsvorsorge sollte man vor der Abreise treffen und welche Vorsichtsmaßnahmen sind vor Ort geraten? 
Vor der Abreise empfiehlt sich vor allem gerade auch für ältere Menschen, einen Arzt aufzusuchen, der die Reisetauglichkeit in Abhängigkeit von den Bedingungen, der Dauer und dem Reiseziel beurteilt. Diese ärztliche Konsultation ist auch die Gelegenheit, um seinen Impfschutz überprüfen und die für das Reiseziel empfohlenen Impfungen durchführen zu lassen. Darüber hinaus sollte man sich vor Ort an bestimmte vorbeugende Maßnahmen halten. In Gebieten, in denen das Dengue Fieber oder Malaria verbreitet sind, ist ein guter Moskitoschutz wichtig. Dort empfiehlt es sich, abends langärmlige Bekleidung zu tragen, Insektenschutzmittel und ein Moskitonetz zu verwenden. In stark von Malaria befallenen Regionen sollten Sie eine Malariaprophylaxe in Erwägung ziehen.

Gerade in südlichen Gefilden sollte man auch die Sonne nicht unterschätzen: 14 % der befragten Deutschen gaben an, schon einmal einen Sonnenstich gehabt zu haben, 36 % haben schon einmal unter einem starken Sonnenbrand gelitten. Deshalb ist richtiger Sonnenschutz wichtig. Zu den Top Drei zählt hier: gut eincremen, Mittagshitze meiden, und: viel trinken! Wobei das nächste Reiserisiko zu beachten ist: verunreinigtes Wasser. In vielen Urlaubsgebieten hat das Leitungswasser nicht die gewohnt hohe Qualität wie bei uns und ist nicht als Trinkwasser geeignet. Deshalb gilt: nehmen Sie nur Wasser aus geschlossenen Flaschen oder abgekocht zu sich. Lebensmittel sollten nach dem Prinzip "kochen, garen, schälen oder wegwerfen" verzehrt werden. Meiden Sie Rohkost, Eis und Eiswürfel! Damit Sie den Körper zusätzlich zum ungewohnten Klima nicht noch mit schwer verdaulichem Essen belasten, sollten Sie leichte, dem Klima angepasste Kost bevorzugen. Normal temperierte Getränke sind besser verträglich als eisgekühlte Getränke. Besonders mit Alkohol ist Vorsicht geboten, da dieser bei großer Hitze eine starke Belastung für den Körper darstellt.

Sollten all diese Tipps nicht helfen und Sie trotzdem krank werden, empfiehlt es sich, rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen. Mit einer entsprechenden Auslandskrankenversicherung können entstehende Heilbehandlungskosten abgedeckt werden. Unser Tarif für langfristige Auslandsaufenthalte „Ambassade“ z.B. deckt sogar die notwendigen Impfkosten ab, damit Sie auf einen Auslandsaufenthalt bestens vorbereitet sind.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Gesundheit im Ausland?
Die Länderinformationen des Auswärtigen Amtes beschreiben die aktuelle gesundheitliche Situation in Ihrem Reiseland und die empfohlenen Impfungen und Präventionsmaßnahmen. Dort finden Sie auch Tipps, welche Medikamente in die Reiseapotheke gehören. Das Robert Koch Institut gibt auf seiner Webseite ebenfalls nützliche Informationen über Impfungen und Infektionsschutz.

Mehr Informationen zu Gesundheit im Ausland.

Datum der Veröffentlichung: Montag, 19 Januar, 2015

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