Leben und Arbeiten in Spanien: ein Auswanderer berichtet aus Madrid

Auswandern nach Spanien

Eigentlich wollte Quentin nur kurz als Erasmusstudent nach Spanien. Nun ist er schon seit drei Jahren dort und plant noch lange nicht, nach Frankreich zurück zu kehren. Nachdem er in Valencia studiert hat ist er für ein Praktikum nach Madrid gezogen. Zurzeit ist er in einem festen Arbeitsverhältnis und ist das Leben in Madrid längst noch nicht überdrüssig geworden. Die Auswanderung hat ihm eine Lebensqualität beschert, die er so schnell nicht aufgeben möchte.

Warum hast du dich entschieden, nach Spanien auszuwandern?

Der Hauptgrund war, dass ich die Gelegenheit hatte, eine interessante Arbeitsstelle in Madrid anzunehmen. Diese gute berufliche Möglichkeit, die sich mir bot, war ausschlaggebend. Später habe ich mich entschieden, das Leben in Spanien weiter zu führen, da ich dort auf einen Lebensstil und eine Kultur gestoßen bin, die mir gefällt und meiner Vorstellung vom Leben absolut entspricht. Es ist ein heiteres, lebendiges, herzliches Klima hier. Ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt, auf die "spanische" Art zu leben. Madrid ist so eine lebendige Stadt, genauso wie Valencia, wo ich zuerst gelebt habe, dass ich mich sehr schnell eingelebt habe. Diese besondere Lebensqualität führt dazu, dass ich hier so lange wie möglich bleiben möchte. Auch wenn Madrid die spanische Hauptstadt ist und ich eigentlich nur zum Arbeiten hergekommen bin, so ist das Umfeld hier doch ganz anders als in Paris, ich finde es viel weniger stressig. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind viel direkter und herzlicher. Das merke ich sogar in meiner Arbeit. Das alles trägt dazu bei, dass ich mich in dieser spanischen Umgebung unglaublich wohl fühle.

Das ist nicht das erste Mal, dass du dich zum Auswandern entscheidest. Kannst du uns etwas über deine erste Erfahrung im Ausland erzählen?

Das erste Mal war ich  von 2010 bis 2011 in Valencia, während meines ersten Auslandssemesters an der Hochschule. Ich spreche hierbei auch von Auswandern, auch wenn ich damals im Großen und Ganzen die meiste Zeit mit anderen Erasmusstudenten verbracht habe. Das war unglaublich! Eins der besten Jahre überhaupt für mich und mit Abstand das beste Jahr in meiner Zeit als Student. Ich habe in diesem Jahr so viele Studenten unterschiedlicher Nationalitäten, Studiengänge, Altersstufen kennen gelernt... Darunter natürlich auch Spanier, die mich dahingehend überzeugt haben, nach meinem Studium in Spanien zu bleiben.

Bevor ich dieses Erasmusjahr gemacht habe, kannte ich Spanien gar nicht. Nur aus Erzählungen oder was ich so mal hier und da irgendwo gelesen hatte. Nur die Sprache konnte ich, weil ich sie als erste Fremdsprache während meiner ganzen Schulzeit gelernt hatte. Als ich dann in Spanien ankam, habe ich mich nach der ersten kurzen Eingewöhnungszeit schnell wohl gefühlt, dank der netten Begrüßung und der positiven Einstellung der Spanier, die ich kennen gelernt habe. Und natürlich auch dank der ganzen Erasmusstudenten, mit denen ich zu tun hatte und mit denen ich viel Spaß hatte. Und auch dank Valencia, dieser Stadt unter der Sonne und am Meer, die niemals schläft, die ohne Rast lebt, den ganzen Tag und die ganze Nacht, im Winter wie im Sommer... Einige Wochen nach meinem Erasmusaufenthalt bekam ich die Gelegenheit, ein Praktikum in Madrid zu machen und meine spanischen Erfahrungen zu verlängern. Und jetzt, drei Jahre später, bin ich immer noch hier.

Hast du immer noch viel Kontakt zu der Expat-Community dort oder hast du schnell neue Freundschaften geknüpft?

In Madrid angekommen war es zunächst etwas schwieriger. Ich kannte praktisch niemanden, ich war in einer mir unbekannten Stadt und ich musste mich ersteinmal langsam "vorwärtstasten". Anfangs habe ich Kontakt zu einigen französischen Erasmusstudenten aufgenommen, dann habe ich mir nach und nach, vor allem, da ich in verschiedenen Appartements gelebt habe, einen spanischen Freundeskreis aufgebaut. Dazu muss man sagen, dass es in Spanien eine ausgeprägte Kultur des Zusammenwohnens gibt. Es ist sehr einfach, ein Zimmer oder ein Appartment in einer Wohngemeinschaft zu finden. Ganz anders als in Paris, wo die Preise unverhältnismäßig hoch sind. Heute lebe ich mit drei Spaniern zusammen, die ebenso wie ich Vollzeit arbeiten, und der Großteil meiner Bekannten sind Spanier. Das war keine bewusste Entscheidung, sondern einfach das Ergebnis der Bekanntschaften, die ich gemacht habe... Wenn ich mit Franzosen zusammen bin, geht es immer nur um die Arbeit! Das liegt daran, dass in meiner Firma viele Franzosen arbeiten.

Hast du drei Tipps für jemanden, der zum Arbeiten nach Spanien kommt?

1. Los! Es wird mit Sicherheit eine absolut positive Erfahrung! Es ist immer sehr stimulierend, im Ausland zu arbeiten, und Spanisch ist eine Weltsprache - es kann also nur positiv werden!

2. Stelle dich auf ein niedriges Gehalt ein! Spanien befindet sich in einer Krise und die Gehälter tendieren generell dazu, zurückzugehen.

3. Stelle dich darauf ein, Fußball zu lieben, Schinken (jamón) und cerveza! Das mag sich jetzt nach einem Stereotyp anhören, aber so wirst du dich sehr schnell integrieren!

Denkst du manchmal darüber nach, nach Frankreich zurückzukehren?

Ja, manchmal schon. Aber ohne genau zu wissen, was ich dann dort anfangen soll. Es gibt Momente, da wäre ich gerne in Paris, um Zeit mit meinen französischen Freunden zu verbringen, die zum Großteil dort leben und arbeiten. Aber auf der anderen Seite liebe ich mein Leben und meine Arbeit in Madrid. Ich fühle mich hier gerade genau richtig. Außerdem mag ich die spanische Sprache und es gefällt mir, jeden Tag neue Aspekte der Sprache kennenzulernen, mich weiterzuentwickeln... Aber wenn sich die  beruflichen Voraussetzungen bei mir ändern, werde ich nach Frankreich zurückkehren und mir eine Arbeit in Paris suchen.

Als Auswanderer in Spanien richtig versichert

Für Expats wie Quentin ist eine Krankenversicherung wichtig, die das Leben und Arbeiten im neuen Land langfristig versichert. Viele Auslandsreisende und Expats schließen eine günstige Reisekrankenversicherung ab. Reisekrankenversicherungen sind nur für kurzfristige Urlaube ausgelegt und eignen sich keinesfalls für Langzeitreisende und Expats. Die Reisekrankenversicherung versichert lediglich Notfälle und weist viele Versicherungslücken und Servicemängel auf. Nur eine langfristige Auslandskrankenversicherung bietet den umfangreichen Schutz, den wir von der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung unseres Heimatlandes gewohnt sind.

Eine Auslandskrankenversicherung von APRIL International übernimmt auch Impfungen, Vorsorge- oder Routineuntersuchungen und viele weitere Kosten. Möchte Quentin beispielsweise in Spanien eine Familie gründen, weitet APRIL International den Versicherungsschutz auch auf weitere Familienmitglieder aus und erstattet Behandlungskosten rund um Schwangerschaft und Geburt. Selbst Leistungen für Sehhilfen und Zahnersatz werden – im Gegensatz zu einer Reiseversicherung – von APRIL erstattet. Dazu kommt ein umfangreiches Service-Angebot wie psychologische Beratung, Unterstützung bei Behördengängen oder Rechtsberatung.

Außerdem lässt sich die Auslandskrankenversicherung von APRIL International flexibel aus dem Ausland abschließen, jederzeit ändern und mehrmals verlängern.

Datum der Veröffentlichung: Montag, 17 Februar, 2014

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