Psychologie und Auslandsaufenthalt: Herausforderungen für den Expat und seine Familie

Psychische und soziale Probleme können einen überall erwischen. Wie Sie vorbeugen und Abhilfe schaffen.

Psychische und soziale Probleme können einen überall erwischen. Im Folgenden zeigen wir, wie Sie psychischer Belastung während Ihres Auslandsaufenthalts vorbeugen und Abhilfe schaffen können.

Herausforderungen im Ausland, die zu psychischen Problemen führen können

Endlich ist man im Land seiner Träume angekommen, hat sich hier sogar schon eine Existenz aufgebaut, Freunde gefunden und die Familie ist auch mit an Bord. Eigentlich ist alles wie im Paradies. Dennoch gerät das Erlebnis, auf das man sich lange gefreut hat, manchmal selbst zum Stress. Denn auch wenn ein Auslandsaufenthalt eine bereichernde Erfahrung darstellt, ist er ebenso eine Prüfung für den Expat und seine Familie, die mit bis dahin unbekannten psychologischen Problemen konfrontiert werden können.
Ein Auslandsaufenthalt stellt immer einen Bruch mit der Heimat dar und verlangt große Anpassungsleistungen der Psyche an die neue soziale und kulturelle Umgebung, die nicht unterschätzt werden sollten.
Der Aspekt der Anpassung ist deswegen so wichtig, da er über den Erfolg oder das Scheitern des Abenteuers Ausland entscheiden kann. Die Schwierigkeiten, die mit den Integrationsanstrengungen einhergehen, können zu seelischen Belastungen führen. Je nach Ausprägung der kulturellen und sozialen Unterschiede nimmt sich der Expat selbst mehr oder weniger stark als Ausländer wahr. Das Gefühl der Isolierung kann Überhand nehmen. So kann es zu Stimmungsschwankungen kommen, die sich manchmal zu einer Depression auswachsen. Die Nicht-Integration kann zu gesellschaftlicher Isolierung führen, weswegen sich u. U. Phobien entwickeln, die den Rückzug nur noch verstärken. Gerade in solchen Situationen wird nicht selten Zuflucht in Alkohol und Drogen gesucht, womit die Problematik noch verstärkt wird: die Gefahr einer drogeninduzierten Psychose ist nicht zu vernachlässigen.

Erfolgreiche Integration als Mittel gegen psychische Belastung im Ausland

Glücklicherweise kann man solch eine Situation vorbeugen in dem man für eine erfolgreiche Integration im Gastland einiges tut:

  • Informieren Sie sich über soziale, kulturelle und ökonomische Unterschiede: Auch wenn Sie im Urlaub immer gut zurechtgekommen sind – wenn Sie ihrer Heimat für längere Zeit den Rücken zuwenden, kann sich der „kulturelle Graben“ plötzlich als tiefe Schlucht erweisen. Neben einer fremden Sprache und Schrift sind eine andere Religion, andere Denkweisen, Sitten und Gebräuche, moralische Werte und soziale Verhaltensweisen zu berücksichtigen. Unkenntnis der Mentalitäten, Gewohnheiten und Reaktionen im Gastland und Ignoranz gegenüber den kulturellen Gegebenheiten können sich zu einem echten Handicap entwickeln.
  • Binden Sie Ihre Familie ein: Auch für den mitgereisten Partner kann die plötzliche Umstellung eine Belastung sein. V.a. wenn Ihr Partner selbst seine Arbeit aufgibt, kann das zu einem Problem werden. Die fehlende Perspektive kann jemanden, der es gewohnt ist, zu arbeiten, stark belasten, erst recht, da er nicht die sozialen Verbindungen hat, von denen der Expat in seinem Arbeitsumfeld profitiert. Wenn Ihr Partner seine Arbeit komplett aufgibt, kann es ihm unter Umständen helfen, sich neue, zeitaufwendige Hobbies zu suchen, sein soziales Netzwerk aufzubauen und über diese Wege die notwendige Bestätigung zu bekommen. Möchte Ihr Partner zumindest noch Teilzeit arbeiten, so sollten Sie beide dafür sorgen, dass er so schnell wie möglich eine geeignete Arbeitsstelle findet.
  • Bauen Sie ein Soziales Netzwerk auf: Je schneller Sie neue Kontakte knüpfen und Freunde finden, desto leichter wird es Ihnen fallen, sich in der neuen Heimat wohlzufühlen. Gleichgesinnte, mit denen Sie Erfahrungen austauschen können, treffen Sie in den vielen Expat-Gemeinschaften, die es überall auf der Welt gibt. Aber Sie sollten auch den Kontakt zu Einheimischen suchen. Solche Beziehungen können es Ihnen erleichtern, sich in die lokale Kultur einzufinden, und das Gefühl der Zugehörigkeit verstärken.
  • Suchen Sie sich eine sinnvolle Beschäftigung / einen geregelten Tagesablauf: Viele Menschen möchten im Ausland ihren wohlverdienten Ruhestand genießen. Was jedoch im Urlaub noch verlockend ist - Strand, Sonne und Müßiggang - kann auf Dauer ganz schön anstrengend sein, ja sogar „Stress“ verursachen. Denn zur Zufriedenheit gehören auch ein geregelter Tagesablauf sowie eine sinnvolle Aufgabe. Suchen Sie sich daher gerade als Rentner eine für Sie erfüllende Aufgabe, sei es ehrenamtliches Engagement oder ein neues Hobby, und schaffen Sie sich einen geregelten Tagesablauf. Vielleicht haben Sie ja auch Lust, die Sprache zu erlernen und tiefer in die Kultur ihres Gastlandes einzutauchen?

Natürlich ist nicht nur die Eingewöhnungszeit entscheidend. Schwierigkeiten kann es während aller Etappen des Auslandsaufenthalts geben. Psychische Ausnahmesituationen bei Auslandsaufenthalten sind nicht unbedingt etwas Alltägliches, andererseits aber genauso wahrscheinlich wie in der Heimat. Wenn sie auftreten, ist es wichtig, richtig mit Ihnen umzugehen. Man sollte Mittel zu deren Überwindung zur Hand haben und wissen, wo man schnell Hilfe und Unterstützung findet.

APRIL International unterstützt Sie bei der Integration im Ausland

Die Übersiedlung in ein neues Land ist eine Entwurzelung für jeden Expat, der sich deswegen manchmal schlecht oder elend fühlt. In diesen Situationen stellt aktives Zuhören eine erste Hilfe dar. Im Ernstfall ist es wichtig, eine Auslandskrankenversicherung zu haben, die die Heilbehandlungskosten für psychische Erkrankungen komplett abdeckt. Die Auslandskrankenversicherung von APRIL International übernimmt Ihre Kosten für die Konsultation eines Facharztes (Psychiaters) und den Krankenhausaufenthalt zur Behandlung psychischer und nervöser Störungen. Sie kann auch noch abgeschlossen werden, wenn Sie sich bereits im Ausland aufhalten (einzige Ausnahme: USA).

Datum der Veröffentlichung: Freitag, 11 Mai, 2012

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