Wahl des Status Ihres Mitarbeiters

Der Status eines Angestellten im Ausland – Versetzung/Delegation oder Entsendung – wird vom Arbeitgeber bestimmt.

Der Unterschied zwischen diesen zwei Status liegt im Niveau der sozialen Absicherung. Der Arbeitgeber muss die beste Lösung wählen und dazu die sozialen und finanziellen Auswirkungen abwägen.

Ein Status, den der Arbeitgeber frei wählen kann

Das französische Sozialversicherungssystem gehört zu den fortschrittlichsten der Welt. Von den Franzosen wird es oft als ein wesentliches Element ihres Lebensstandards betrachtet.

Ein französischer Unternehmer, der einen Arbeitnehmer ins Ausland versetzt oder dorthin entsendet, sieht sich mit einem doppelten Paradoxon konfrontiert:

  • Wenn er ausländisches Personal einstellt, ist er von jedweder sozialen Schutzverpflichtung befreit.
  • Der Kandidat, der von ihm ins Ausland geschickt wird, möchte auf das französische Sozialversicherungssystem nicht verzichten. Er möchte seine Sicherheiten im Krankheitsfall oder bei einem Arbeitsunfall behalten, er möchte eine korrekte Erstattung für seine Heilbehandlungskosten erhalten und auf seine Rentenanwartschaften nicht verzichten.

Versetzung/Delegation oder Entsendung?

Der Unternehmer kann die soziale Absicherung, die er seinem Angestellten anbietet, frei wählen.

Diese Wahl erfolgt zwischen zwei Status:

  • Versetzung: Der versetzte bzw. delegierte Arbeitnehmer wird speziell eingestellt oder von seinem Arbeitgeber ins Ausland zur Arbeit geschickt.
  • Entsendung: Der entsandte Arbeitnehmer arbeitet bereits für die Firma, von der er für einen begrenzten Zeitraum ins Ausland geschickt wird. Die Dauer der Entsendung schwankt je nach Bestimmungsland des Arbeitnehmers.

Diese Statusdefinition bezieht sich auf das Sozialversicherungsrecht, das zwischen Versetzung/Delegation und Entsendung unterscheidet. Im Arbeitsrecht hingegen gibt es den Begriff des delegierten oder entsandten Expats nicht.
Neben diesen zwei Status kann der Arbeitnehmer mit einem lokalen Arbeitsvertrag beschäftigt werden. In diesem Fall unterliegt er der Gesetzgebung des Landes, in dem er arbeitet, und ist nicht länger Mitglied der französischen Sozialversicherung.

Datum der Veröffentlichung: Donnerstag, 10 Mai, 2012

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